Das Masken-Spezial – Unsere erste Webisode

Playlist

Die Maske
Der Mann mit der eisernen Maske
V wie Vendetta
Das Schweigen der Lämmer
The Dark Knight Rises
Deadpool

Die gesamte Playlist zu unserer Webisode findet ihr hier

Links

Und wie in der Sendung gesagt, hier der Link zur wohl besten RAZZIE Acceptance Speech ever. Danke an Sandra Bullock dafür.
Übrigens: einen Tag später gewann sie den Oscar als beste Hauptdarstellerin im Film Blind Side.

Apropos Oscar-Gewinner: Die Liste der Big Five Gewinner und Nomminierten, wie ebenfalls in der Sendung besprochen.

Die Maske

Magische Maske, Virenschutz unbekannt*

Die Maske ist aus dem Jahr 1994 und an der Seite von Jim Carry sehen wir Cameron Diaz in ihrer ersten Filmrolle. Sie musste insgesamt 12mal vorsprechen, bevor sie dann endlich die Zusage bekam. Ihre Gesangsstimme im Film ist dann auch nicht ihre eigene, sondern die von Susan Boyd.

Als Jim Carrey gecastet war, sah man keine Notwendigkeit mehr, viel Geld in Special Effects zu investieren, denn Carrey hat sich schon so flexibel und cartoon-mäßig bewegt, dass man das nicht mehr steigern wollte.

Der Film basiert eher lose auf den Comics mit dem gleichen Namen, welche seit 1991 erschien. Die Original Comic Reihe ist bis 1995 mit mehreren Geschichten erschienen. Diese sind dann einzelne Comic-Reihen mit meist 4 oder 5 Comics. Danach folgte dann eine Reihe von Spin-Offs zur Original Reihe.

Während der Film eine von den Fans und Kritikern gelobte Komödie ist, sind die Comics eher düster und recht brutal.

Zu „Die Maske“ wurden zwei Soundtrack-Alben veröffentlicht. Zum einen gibt es ein Compilation Album unter anderem mit Stücken von Vanessa Williams, Harry Connick jr. oder Fishbone, das mit Musik zwischen Soul und Big Band Jazz besticht. Highlight dieses Albums ist das von Jim Carrey eingesungene Stück „Cuban Pete“.

Der Score stammt von Randy Edelman und wurde vom Irish Film Orchestra eingespielt, von dem man in der Regel nicht so oft hört. Auch der Name Edelman scheint unbekannt, aber seine Musik hört man öfter, als man denkt. Aktiv seit 1972 stammt von ihm beispielsweise der Theme Song von der 80er Jahre Serie MacGuyver und Stücke aus seinen Kompositionen zu Kindergarten Cop, Dragonheart oder Gettysburg, werden gerne in der Fernsehwerbung, in Filmtrailern (ua. Disneys Mulan) und auch bei den Oscarverleihungen gespielt. Sein Filmmusikstil bewegt sich hauptsächlich in der Oldschool Theme Komposition, mit stimmungsvollen und emotionalen Stücken, die aber wenig Highlights bieten. Der Wiedererkennungswert ist gering, was aber auch daran liegt, das seine Arbeit selten in Blockbustern und dann auch eher in Filmen leichterer Kost zu hören ist. Neben seiner Tätigkeit für den Film ist Randy Edelman auch Musikproduzent und arbeitete mit Künstlern wie Barry Manilow, Kool and the Gang, Nelly und Olivia Newton John

Der Mann mit der eisernen Maske

Gesichts-Vollmaske aus geschmiedetem Eisen, geringer Schutz vor Tröpfcheninfektion, da der Mund nicht abgedeckt ist.*

Leonardo DiCaprio trägt eine Maske. Sonst noch was? Natürlich haben wir noch eine ganze Menge mehr Infos zum Film. Zum Beispiel, dass Jeremy Irons mitgespielt hat. Und auch John Malkovich und noch viele viele mehr.

Der Film basiert auf dem Roman von Alexandre Dumas und wurde vorher 5 schon mal verfilmt. Hat dem Erfolg dieses Films nicht geschadet, was durchaus an Leonard DiCaprio lag. 55% aller Kinobesucher waren Frauen und 46% waren unter 25 Jahren. Während Leo bei den Kinobesuchern oder Besucherinnen durchaus beliebt war, war seine schauspielerische Leistung den Verantwortlichen bei der Goldenen Himbeere eine Nominierung wert. Worst Screen Couple. Warum Couple, weil er ja Zwillinge spielt. Hat ihm nicht geschadet, er hat ja inzwischen auch einen Oskar.

Die Musik stammt vom englischen Komponisten Nick Glennie-Smith. Er gehört zu Hans Zimmers Firma Remote Control Productions und ist dort sowohl als Co-Komponist, Arrangeur und Dirigent tätig. Als solcher stand er bei vielen großen Scores in der zweiten oder dritten Reihe und wirkte an den Soundtracks von Lion King, The Rock, Da Vinci Code und zuletzt Bad Boys for Life mit. Bevor 1996 erstmals als alleiniger Komponist tätig war, hat er mit Pink Floyd Gitarrist Roger Waters 1986 den Soundtrack zum postapokalyptischen Trickfilm „Wenn der Wind weht“ geschaffen. Der Mann mit der eisernen Maske war Glennie-Smiths erster Blockbuster, zu dem er alleine gearbeitet hat.

Fun Fact: Der russische Eiskunstläufer Alexei Yagudin gewann 2002 mit seinem Programm zur Musik des Soundtracks die olympische Goldmedalie.

V for Vendetta.

Gesichtsvollmaske aus Kunststoff, geringer Schutz vor Tröpfcheninfektion, da die Maske einen schmalen Schlitz für den Mund frei lässt.*

Remember Remember the 5th of November. Eine weitere Comic-Verfilmung ist V for Vendetta oder im deutschen V wie Vendetta. Hugo Weaving als V, Natalie Portman als Evey und John Hurt als Großkanzler Sutler. In all seinen Szenen, in den man John Hurt sieht, blinzelt er lediglich einmal.

Natalie Portman, die ja durchaus dafür bekannt ist, auch mal Rollen abseits des Mainstreams zu spielen, hat sich nach eigenen Angaben sehr darüber gefreut, sich für diesen Film die Haare abschneiden zu können. Da sowas ja in einem Take geschehen muss, weil Haare wieder ankleben is nich, wurden drei Kameras in drei Blickwinkeln installiert. Und so musste Portman auch nur einmal weinen.

Die Maske von Guy Fawkes, die V im Film trägt, war Grundlage oder Inspiration für die Masken, die von der Hacker-Gruppe Anonymous verwendet werden.

John Hurt spielte auch im Film 1984 mit, ebenfalls einem Film über einen totalitären Staat. Während er hier aber den Machthaber spielt, war er im Film 1984 eher einer der Unterdrückten.

Und noch eine schöne Anekdote, keine Ahnung, ob es jemandem aufgefallen ist: Als V für Evey das Ei brät, summt er dabei die Melodie zum Mädchen von Ipanema. Einfach mal reinschauen.

Der Soundtrack zu V for Vendetta hat viele Aspekte. Zum einen ist da natürlich der Score vom italienischen Komponisten Dario Marianelli, den er nur komponiert hat, weil Hans Zimmer und James Newton Howard kurzfristig absagten. Zu seiner Filmography gehören unter anderem der Terry Gilliam Film Brothers Grimm und die Oscar nominierte Filmmusik zu Stolz und Vorurteil, Anna Karenina und die mit Oscar und Golden Globe ausgezeichnete Filmmusik zu Abbitte.

Dann gibt es die schwarze Liste der 872 gebannten Songs in Vs Wurlitzer Jukebox, von denen es „Cry me a River“ von Julie London, das Velvet Underground Cover „I found Reason“ von Cat Power und „Bird Gerhl“ von Antony and the Johnsons auf das Soundtrack Album geschafft haben.

Eine zentrale Rolle in Film und Soundtrack nimmt Tschaikovskies 1812 Overtüre ein, dessen Fianle man am Anfang und am Ende des Films hört und auch im Stück „Knives and Bullets (and Cannons too)“ verwendet wird.

Das Schweigen der Lämmer

Halbmaske aus Kunsstoff, die Nase und Kinn verdeckt. Kein Schutz, da der Mund zwar vergittert, aber grundsätzlich frei ist.*

Wir sind zurück im Jahr 1991 und wir sehe eine junge Jodie Foster und einen ebenfalls – naja verhältnismäßig jungen – Anthony Hopkins. Die Rede ist vom Psychostreifen „Das Schweigen der Lämmer“.

Anthony Hopkins hat für diesen Film ja einen Oskar bekommen, das ist kein Geheimnis. Mit nur knapp 25 Minuten Screentime bei einer Gesamtlänge von 118 Minuten ist er nur knapp über den 23,5 Minuten von David Niven im Film Getrennt von Tisch und Bett.

„Das Schweigen der Lämmer“ ist der dritte Film, der bei den Oskars die Big Five gewonnen hat. Bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch und dann noch beide Hauptrollen. Davor waren noch „Es geschah in einer Nacht“ und „Einer flog übers Kuckucksnest“. Seit dem hat das übrigens keiner mehr geschafft.

Wer mehr dazu wissen will, dem haben wir hier mal eine Liste von Wikipedia verlinkt. Da könnt ihr mal schauen.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Thomas Harris, der wiederum der zweite Teil einer Buch-Trilogie ist. Das Sequel kam unter dem Name Hannibal 2001 ins Kino und 2002 dann der Film Roter Drache, der zum einen die Vorgeschichte zum Schweigen der Lämmer ist, aber auch gleichzeitig ein Remake des Films Blutmond aus dem Jahr 1986. Und um euch noch ein wenig mehr zu verwirren: 2007 kam dann der Film Hannibal Rising in die Kinos, der auch auf einem Buch von Thomas Harris basiert. Der hat seine eigene Trilogie um ein weiteres Prequel-Buch erweitert. So macht man das.

Reden wir mal über subtile Filmmusik. Komponist Howard Shore schafft mit der Musik zu Schweigen der Lämmer ein Understatement, das sich wie fast alle Stilmittel des Films unbewusst in die Wahrnehmung des Zuschauers schleichen. Ich würde sogar wetten, dass kein Filmfan ein Melodie aus diesem Film summern könnte, aber jeder sofort ein Stück identifizieren könnte. Die Musik wurde 1990 vom Münchener Symphonie Orchester eingespielt und war für den BAFTA nomminiert.

Und wem der Name Howard Shore bekannt vorkommt: Ja, von ihm ist die Musik für die Tolkien Trilogien „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“, aber in über 40 aktiven Jahren hat so viele Filme untermalt, dass wir in auf unsere Themenliste setzen müssen.

The Dark Knight Rises


Der dritte Teil der Batman Reihe von Christopher Nolan ist auch in unserer Liste. Aber nicht wegen Batman, denn dessen Maske geht zwar über das Gesicht, lässt aber den Mund aus. Nein, der Film ist heute in unserer Sendung wegen Bane, gespielt von Nolan-Wiederholungs-Täter Tom Hardy.

Tom Hardy hat die Rolle von Bane angenommen, ohne das Skript gelesen zu haben. Alles was für ihn nötig war zu wissen, war dass umfangreiches Stunt-Training und jede Menge Geräte für ein Workout bekommen würde. Lustigerweise wurde seine Brust mit Kuchen-Make-Up versehen, da Bane im Gegensatz zu Tom Hardy keine Tattoos auf der Brust trägt. Da trainierst du den ganzen Tag und dann bekommst du Kuchen auf die Brust geschmiert.

Christopher Nolan hat mal gesagt, dass die drei Batman Filme von ihm alle ein eigenes Thema haben. Batman begins dreht sich um Angst, The Dark Knight um Chaos und Dark Knight Rises beschäftigt sich mit Schmerz. Ich finde, dass ist sehr gut in den Filmen umgesetzt.

Der Film lässt ja mehrere Sequels oder auch Spin-Offs zu. Zum einen haben wir Selina+ Kyle, die ja zu Catwoman wird, wir haben Officer Blake, auch bekannt als Robin, der ja am Ende quasi die Batcave erbt und wir haben die Geschichte um Two Face aus The Dark Knight noch offen. Keine der Ideen wurde bisher weiter verfolgt.

Heute haben wir soviel gehört, was Hans Zimmer nicht gemacht hat, das es Zeit wird ihn doch mal prominent zu erwähnen. Da wir ihm bereits eine komplette Sendung gewidmet haben, verweise ich einfach mal auf unseren Podcast Nummer 38 auf take42.de.

Deadpool

Textilmaske, die den gesamten Kopf umschließt. Sie ist luft- und rauchdurchlässig und schützt den Träger nicht vor Viren, ist aber als Schutz vor Tröpfcheninfektion anderer eingeschränkt geeignet.*

Kommen wir zu einem Film bzw einer Reihe aus der Marvel-Schmiede, die dann wiederum nicht im Marvel Cinematic Universe spielt. Ich befürchte, dass wir uns früher oder später doch mal mit dem sogenannten MCU auseinandersetzen müssen, aber heute geht es erst mal um Deadpool. Bei ihm handelt es sich, ähnlich wie bei Wolverine, um einen naja Helden wider Willen. Beide sind das Ergebnis von Experimenten.

Den ersten Aufritt hat Wade Wilson, so heißt Deadpool im realen Leben, als im realen Leben im Film, auch in X-Men: VOlverine. Dort spielt Ryan Reynolds bereits Wade Wilson, war aber mit der Darstellung des Charakters nicht einverstanden. Das war einer der Gründe, warum Reynolds bei Deadpool auch als Produzent tätig ist. Einfach um sicherzustellen, dass die Darstellung des Charakters so ist, wie er es gerne hätte. Laut eigener Aussage ist er seit langem Fan von Deadpool.

Wolverine bzw. auch Hugh Jackman werden im ersten Teil auch immer wieder durch den Kakao gezogen und im zweiten Film der Reihe ist dann Jackman auch zu sehen.

Der Produktionsname des Films war übrigens WHAM, nach der Gruppe von George Michael. Careless Whisper, ein Song von George Michael ist dann auch im Film zu hören.

Der Film wurde übrigens mal beschrieben als eine Mischung aus Ferris macht blau und Natural Born Killers.

Die Filmmusik stammt von Thomas Holkenborg, der ebenfalls in Zimmers Produktionsfirma Remote Control Productions arbeitet. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören die Scores zu Tomb Raider, Alita: Battle Angel und Terminator: Dark Fate. Wer Deadpool aber gesehen hat, erinnert sich an die vielen Pop- und Rocksongs, die so herrlich deplatziert passend die derbe Gewalt und unzähligen selbstironischen Sprüche untermalen. Der Film wäre nur halb so lustig, wäre diese Musikauswahl nicht so effiktiv und treffsicher wie ein Tritt in die Weichteile. So erinnert man sich schon an den Vorspann, in dem eine lange Kamerafahrt durch eine eingefrorene Actionszene zum Song „Angel of the Morning“ läuft und anstatt Namen nur unschmeichelhafte Bezeichnungen wie „Some Douchebag’s Film“, „God’s perfect Idiot“ oder „A Hot Chick“ eingeblendet werden. Selbst vor dem eigenen Fehlgriff „Green Lantern“ wird kein Halt gemacht.

Ein dritter Teil der Reihe ist übrigens angekündigt. Für wann er geplant ist, ist derzeit aber nicht bekannt.

Disclaimer

*: Unsere Einschätzung ist weder medizinisch belegt, noch scripttechnisch akurat. Wir machen nur Spaß! Niemand sollte unsere Einschätzung hier ernstnehmen. Wir tun es auch nicht.

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