Battlestar Galactica Nachschlag

Das Franchise

Das Franchise um Battlestar Galactica besteht aus insgesamt 5 Serien, drei Filmen und einer Vielzahl von Comics und auch Videospielen. Angefangen hat alles 1978 als die erste Serie im US Fernsehen für eine Season mit insgesamt 24 Folgen lief. Die Serie wurde bereits nach einer Staffel abgesetzt, aber durch eine Unterschriftenaktion dann im Jahr 1980 für 10 Folgen wiederbelebt worden. 2003 kam dann eine 3 stündige Miniserie ins Fernsehen. Diese Miniserie ist auch eine Hommage an die Originalserie, prägt aber auch seinen eigenen Stil. Die Serie war ein voller Erfolg und so kam dann ab 2004 eine neue Serie ins Fernsehen, die es in 4 Staffeln auf 76l Folgen. Hier folgten dann noch 3 TV-Filme, die Serienaspekte aufnehmen. Und dann gab es noch die Spin-Off Serie Caprica, die knapp 60 Jahre vor Serienneuauflage spielt. Die Serie wurde nach einer Staffel auf Grund schlechter Quoten gecancelt.

Die Originalserie

24 Folgen eher nach dem Prinzip Monster of the week und weniger einer durchgängigen Handlung, war der Auftakt. Die Serie machte Richard Hatch und Dirk Benedict berühmt. Benedict spielte danach noch im A-Team mit und nutzte seine Bekanntheit. Um Hatch war es lange Zeit ruhig. Nach der ersten Staffel war dann Schluss. Zum einen wegen schlechter Quoten, zum anderen aber auch, weil die Serie zu teuer wurde. Und hier nicht wegen den Produktionskosten sondern wegen den Gerichtskosten, die wegen der Serie entstanden sind. Denn kurze Zeit, nachdem die Serie rauskam, hat 20th Century Fox die Produzenten verklagt. Fox war der Meinung, dass viele Ideen der Serie von Star Wars geklaut seien. Nach einigem Hin und Her, da lief die Serie schon gar nicht mehr, hat man sich dann außergerichtlich geeinigt.

Wie gesagt, die Serie hatte 24 Folgen. Nach dem Absetzen der Serie wurden bzw. so lange die Serie nur in den USA lief, kam eine leicht geänderte Version des Pilotfilms in die Kinos in Europa. Ein Jahr später kam dann ein weiterer Film in die Kinos. Mission Galactica: The Cylon Attack ist im Endeffekt der Zusammenschnitt von 2 Episoden der Serie. Der dritte Film Conquest of Earth ist ebenfalls eine geschnittene Zusammenfassung von zwei Episoden.

Und damit nicht genug. In den USA wurden die 24 Folgen neu kombiniert bzw. bearbeitet, so dass am Ende 12 TV-Filme dabei herauskamen. Neben Zusammenschnitten von Episoden wurde aber auch nichtverwendetes Material aus den Originalfolgen verwendet.

Galactica 1980

1980 kam dann eine 10 Teilige Serie ins Fernsehen, nachdem eine Briefaktion das Absetzen der Serie beklagte. Da es eher unüblich war, sich durch Briefe an den Sender zu wenden, entschied sich ABC eine neue Serie als Art Spin-Off ins Leben zu rufen. Das ursprüngliche Konzept sah die Charaktere Starbuck und Apollo vor. Da aber Dirk Benedict nicht verfügbar war und Richard Hatch absagte, verlagerte man die Serie stattdessen 30 Jahre in die Zukunft von Galactica und ersetzte die Charaktere. Die Serie wurde nach nur 10 Episoden abgesetzt. Die 11. Episode wurde angefangen, aber nie zu Ende gedreht und ist bis heute nicht ausgestrahlt worden.

Battlestar Galactica

2003 kam dann das Reboot der Serie. Den Anfang machte eine dreistündige Mini-Serie. Hier wird erstmal die Geschichte des Angriffs der Cylonen auf die 12 Kolonien der Menschen erzählt. Gleichzeitig werden neue Charaktere eingeführt, aber auch bestehende neu interpretiert. So ist Starbuck diesmal eine Frau und Baltar ist kein Abtrünniger, der bei den Cylonen lebt, sondern ein Verräter in den eigenen Reihen. Auch haben sich die Cylonen weiter entwickelt und haben inzwischen, zumindest teilweise, eine menschliche Form.

Richard Hatch, der in der Originalserie Apollo spielt, spielt hier Tom Zarek, einen wiederkehrenden Charakter. Interessanterweise spielt er in der neuen Galactica Serie – obwohl er nur ein Gaststar ist – in mehr Episoden als in der Originalserie, in der er in jeder Folge zu sehen war.

Der Pilotfilm nimmt zentrale Elemente der Originalserie auf und so wird auch das Schiff selbst als veraltet betrachtet und soll ausgemustert und in ein Museum verwandelt werden. Durch die alte Technik wird dann allerdings verhindert, dass die Cylonen durch ihren Cyber-Angriff auch die Galactica überwältigen können und so wird das Schiff schnell zur Heimat vieler Flüchtlinge.

Wie bereits erwähnt, war die Miniserie sehr erfolgreich und so entschied man sich, eine 13 teilige erste Staffel zu machen. Diese wurde durch 3 weitere Staffeln ergänzt. Der Film Razor, der zwischen der 3. und 4. Staffel ausgestrahlt wurde, war ursprünglich als 2teiliger Season-Opener der vierten Staffel geplant. Man entschied sich aber dazu, die beiden Episoden als TV-Movie auszustrahlen. Somit beginnt die 4. Staffel von Battlestar Galactica – zumindest aus produktionstechnischer Sicht – mit Folge 3.

Im Laufe der Zeit entwickelt sich die Serie weg von einer reinen Sci-Fi Serie hin zu einer Art Space Opera mit religiösen Tendenzen. So wird Baltar irgendwann mal als Quasi-Gott verehrt. In der vierten Staffel formen dann die Menschen und ein Teil der Cylonen eine Allianz um für den aufkommenden Bürgerkrieg der Cylonen gewappnet zu sein.

In der Serie kommen neben den Menschen keine weiteren Aliens vor. Es gab lediglich die 12 Kolonien und eben die Cylonen, die aber durch Menschenhand erschaffen wurden. Die Suche nach der 13. Kolonie, der Erde bestimmt – wie auch schon in der Original-Serie – das Motiv. In der Originalserie wurden die Cylonen auch nicht durch die Menschheit, sondern durch eine Alienrasse entwickelt.

Das Besondere und damit ein heimlicher Clou des Reboot wird quasi erst in der letzten Episode klar. Nach dem Bürgerkrieg der Cylonen gründen deren Überlebenden und die Menschheit eine neue Kolonie auf einem Planeten, den sie Erde nennen. Die ursprüngliche 13. Kolonie wurde zwar gefunden, ist aber nicht mehr bewohnbar. Ein kleiner Twist in der Serie in sich. Die neue Kolonie von Menschen und Cylonen verzichtet auf jegliche Technik und schießt die verbleibenden Schiffe in die Sonne. In der letzten Szene laufen Cylon Nummer 6 und Baltar durch unser New York City und philosophieren unbemerkt von allen anderen über die Menschheit. Und dabei stellt sich heraus, dass die Serie nicht in der Zukunft, sondern in unserer eigenen Vergangenheit, nämlich vor 150.000 Jahren gespielt hat.

Der Plan

Nach dem Ende der Serie in 2009 kam kurze Zeit darauf der Film DER PLAN auf die TV Bildschirme. Der Film enthält neu gedrehtes Material als auch Material aus der Serie und erzählt die Geschichte der ersten beiden Staffeln von Battlestar Galactica von Standpunkt der Cylonen aus und erklärt etwas mehr, was es mit der Auslöschung der Menschheit auf sich hat und warum die Cylonen das eigentlich machen wollen.

Der Film bietet damit eine neue Sichtweise auf viele Elemente und Ereignisse aus der Serie, die dem Zuschauer ja schon bekannt sind.

Blood and Chrome

2012 kam dann die Miniserie Blood and Chrome raus. Die Serie wurde in 10 jeweils 10 Minuten langen Webisodes veröffentlicht. Also zuerst im Web. Später kam die Miniserie dann am Stück als Film im Fernsehen und auch auf Disk.

Die Geschichte zeigt einen jungen Lieutenant William Adama, der im ersten Cylonenkrieg auf der Galactica dient. Der Film spielt damit vor der eigentlichen Serie. Wie auch schon beim Reboot hätte der Film bzw. die Mini-Web-Serie ein möglicher Start für eine neue Galactica Serie sein sollen, die Idee wurde aber durch die Studios nicht weiter verfolgt und so bleibt es bei diesem Stand-Alone Film. Kein bekannter Schauspieler aus der eigentlichen Serie taucht in Blood and Chrome auf.

Caprica

2010 kam dann das Spin-Off Caprica ins Fernsehen und spielt 50 Jahre vor Galactica. Die Serie behandelt die politische Entwicklung und auch die Entwicklung der Cylonen in den 12 Kolonien. Die Serie wurde ganz bewusst in einem anderen Stil als Galactica gehalten, weil die Produzenten nicht einfach die Erfolgsformel kopieren wollten.

Die Serie selbst hat bei den Kritikern gut abgeschnitten und der erste Teil erhielt auch recht moderate Quoten. Im zweiten Teil der Season sackten diese dann allerdings ab und der Sender Sci-Fi nahm die Serie aus dem Programm. Die letzten 5 Episoden wurde auch erst gar nicht gezeigt und dann an einem Marathon durchgesendet. Das hat man ja auch eher selten, dass die laufende Season nicht mit zu Ende gesendet wird. Sci-Fi muss als wirklich unzufrieden gewesen sein.

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